Tec2You Besuch am 14.04.2015 in Hannover

ZVEI (Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V) war in diesem Jahr unser Sponsor für unseren Messebesuch in Hannover. Seit 5 Jahren nehmen wir mit technisch, naturwissenschaftlich und mathematisch interessierten Schülerinnen und Schülern teil. Das Tec2YouTeam rund um Herrn Kürklü hat wieder das Beste für unsere Teilnahme gegeben.

„Danke für die gute Organisation auch in diesem Jahr“. (Bela, Jg. 10)

Mit 52 Schülerinnen und Schüler sind wir an jenem Dienstag mit dem Bus nach Hannover zur weltweit größten Industriemesse gereist und waren sehr neugierig auf die technischen Highlights in diesem Jahr.

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Auf der Tour „Faszination Technik“ erkundeten wir in zwei Gruppen, jeweils durch einen Guide geführt, u.a. die Messestände zu Bionic, Robotertechnologien und Industrieautomation, die uns begeisterten.

Wie auch in den letzten Jahren faszinierten uns die Stände von KUKA (Roboterartechnologien) und Festo (Bionic). In diesem Jahr präsentierte Festo „fleißige Ameisen“, die sich autonom bewegten und Schmetterlinge, welche sich in der Höhe fortbewegten. Die Vorführung und die Erläuterungen weckten ein sehr großes Interesse. Die Aufbauten im Bereich der Magnetschwebetechnik (Festo) waren sehr anschaulich und faszinierend. „Bewegungen um die eigene Achse und Fortbewegungen ohne einen Kontakt mit angetriebenen Walzen! Zauberei? Nein Elektro-Magnetismus!“ Hier haben wir sehr viele und interessante Erläuterungen erhalten, so dass viele der Schülerinnen und Schüler davon gefesselt waren– DANKE!!!

 

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„...Insbesondere habe ich mich für die Bionic-Produkte der Firma Festo interessiert. Ich denke, die Forschung von unterschiedlichen Eigenschaften der Natur bringt der Technik viele Vorteile.“ (Mara, Jg. 10)

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An einem Stand von KUKA konnten wir selbst aktiv werden und u.a. neue „Übertragunstechnogien“ erfahren. Einige SchülerInnen nutzten die Gelegenheit zum Ausprobieren. Sie begaben sich auf den „Stuhl“, ihr Arm wurde in ein „Korsett“ gebunden. Alle Bewegungen, die sie mit ihrem Arm machten, wurden über einen Computer an den Roboterarm übertragen, der sie dann direkt und synchron (zeitgleich) nachahmte. Direkt daneben konnten die SchülerInnen einem Roboterarm einen Ball zuwerfen und hoffen, dass er ihn fängt. Dieser Versuch ist nicht immer gelungen. Alle hatten viel Spaß und waren hoch motiviert. Der computerunterstützte Fangarm berechnete den Abwurf, die Richtung, das Tempo und hatte natürlich einen „beschränkten Fangraum“.

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„Später waren wir in der atemberaubenden Robotik-/Bionik-Halle, wo es alle möglichen verschiedenen Roboter gab. Roboterarme, die tanzten, Roboterarme, die die Armbewegungen eines Menschen synchron nachahmen konnten. Welche die Bälle auffangen konnten....“ (Lennart, Jg. 9)

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 An einem der vielen Stände von ZVEI, unserem Sponsor der diesjährigen Fahrt, erhielten wir sehr viele Informationen über ein Berufsschulprojekt in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektroindustrie. Hierbei handelte es sich um ein von Berufsschülern entwickeltes Programm im Rahmen der Logistik. Sehr anschaulich erklärten die Berufsschüler uns ihr selbst entwickeltes Programm. Auch der selbstgebaute 3D-Drucker beeindruckte die Schülerinnen und Schüler.

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„Zudem fand ich bei ZVEI die Kommunikation zwischen Robotern sehr interessant und das Schüler einen 3D-Drucker selbst gebaut haben hat mir sehr gut gefallen.“ (Tim, Jg. 10)

Audi hat ein gemeinsames Projekt mit der Universität Stuttgart durchgeführt. Auf dem Nürburgring startete der führerlose (GPS-programmierte) Audi A8V10 gegen einen Rennwagen mit Fahrer. Gewonnen hat dieses Rennen nur knapp der Rennfahrer. Die Erklärungen des technischen Leiters von Audi dazu: „Das GPS-Navigationssystem ist auf die Mitte der Rennstrecke ausgelegt. Ein enges Fahren in den Kurven ist daher nicht möglich“.

Der technische Fortschritt wurde an einzelnen Ständen kritisch hinterfragt. Verlieren Menschen dadurch Arbeitsplätze? Was passiert, wenn ein Roboter nicht programmgemäß arbeitet? Wer kann solche Probleme beheben?

„Mir hat der Besuch sehr gut gefallen, .... Man hat sich gefühlt, als wäre man in die Zukunft gereist, und es ist teilweise erschreckend, was jetzt schon mit Hilfe neuster Technik möglich ist.... Uns wurde alles sehr gut erklärt und die Mitarbeiter (der Messestände) waren sehr offen und freundlich.“ (Lea, Jg. 9)

„...die praktischen und spielerischen Angebote in der Tec2You Halle haben mir sehr gut gefallen...“ (mehrere SuS aus Jg. 9 und Jg. 10).

Die Universität Stuttgart zeigte an ihrem Stand, wie Forschung dazu dient, Materialien einzusparen. Anhand von Carbonfaser-Modellen wird festgestellt, an welchen Stellen Kräfte wirken und wo daher Material z.B. beim Brückenbau eingesetzt werden muss, damit die Gesamtkonstruktion stabil ist.

Die Messe bot viele Möglichkeiten, sich im Gespräch auch einen Überblick über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu verschaffen, die sonst eher nicht im Zentrum des Interesses von Mädchen stehen, z.B. die Massivumformung (Umformung von Metallen). Engagiertes Nachfragen führte mehrfach zur Rückfrage, von welcher Schule die Schülerinnen und Schüler kämen. “....und man viele Informationen von vielen verschiedenen Organisationen bzw. Berufen (erhalten hat). Am besten fand ich den Bereich Industrial Automation. Jetzt habe ich mehr Ideen, was ich später mal machen kann“ (Mira, Jg. 9)

„Besonders gefallen hat mir die direkte Kontaktmöglichkeit zu Auszubildenden und Ausbildern, durch die man Tipps und Informationen zu Ausbildungsberufen und Studienmöglicheiten in den jeweiligen Bereich erhielt.“ (Paul, Jg. 9)

„ Die Hannovermesse war wieder sehr abwechslungsreich und informativ. Die Firmen waren sehr offen für unsere Fragen und haben vieles erklärt....“ (Nick, Jg. 10)

„...Ich danke unserem Sponsor ZVEI sehr, dass er uns ermöglicht hat, die Technikmesse zu besuchen.“ (Mara, Jg. 10)

Wir schließen und dem Dank an und freuen uns auf unseren nächsten Besuch in 2016.

 

Agnes Nölke-Spierkermann und Heike Wulst-Everding

 Weitere Informationen unter: www.tectoyou.de