Berichte vom Frankreichaustausch

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Donnerstag, 11. Mai 17
Heute sind wir zusammen mit  unseren Austauschülern in die Schule gegangen, welche um 8.00 Uhr begann. Von den Lehrern wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und durch die Schule geführt. Anschließend haben wir im Computerraum Unterschiede zwischen der OSW und dem Collège Jean Perrin gesammelt und aufgeschrieben. Dabei war zum Beispiel, dass die Schüler während der Pausen auf dem Schulhof bleiben müssen und nicht wie wir im Klassenraum bleiben dürfen. Später wurden wir noch von der Schulleiterin empfangen und willkommen geheißen. Unsere Austauschschüler zeigten uns außerdem Saint-Paul-Trois-Châteaux. Nach dem Essen in der Mensa besuchten wir in kleineren Grüppchen den Unterricht und gingen anschließend um ca. 16.30 Uhr jeweils mit dem eigenen Austauschpartner zurück nach Hause in die Gastfamilie. Der erste Tag war schön und verschaffte uns vor allem einen ersten Einblick ins Leben unserer Austauschschüler.
Luca und Emma

Freitag, 12.5.17
Am Freitag sind wir so gegen 8.00 Uhr mit einem Bus in das Dörfchen Aiguèze an der Ardèche gefahren. Dieser Ausflug war ohne die Franzosen, die mussten in der Schule sitzen und lernen. In dem Dörfchen sind wir einen Rundweg gelaufen und haben viele Fotos gemacht. Am Ende des Weges gab es eine Plattform, von der aus wir die Ardèche sehen konnten. Danach hatten wir Freizeit. Manche von uns haben sich in ein Café gesetzt. Das Café hat nur für uns geöffnet, das war sehr cool. Später sind wir dann zu den Höhlen von Aven gefahren. Die Höhle liegt etwa 180 Meter unter der Erde und ist riesig. Überall waren Stalakmiten und Stalagtiten Nach der Höhle sind wir eine Stunde zum Pont d’Arc gefahren. Der Pont d’Arc ist ein riesiger Steinbogen, der über die Ardèche führt. Das Wetter wurde da auch schöner und es hat mal nicht geregnet. Auch da haben wir viele Fotos geschossen und sind zum Wasser gelaufen. Beim Pont d’Arc waren wir eine Stunde, danach sind wir wieder zu unseren Austauschschülern ins Collège gefahren. Mit den Austauschschülern sind wir dann nach Hause gefahren. Viele haben sich abends noch zum Bowlen getroffen.
Amelie

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Dienstag, 16. Mai 17
Um ca. 7.00 Uhr wurde ich von meiner Gastfamilie geweckt. Ich war sehr müde, da die Anstrengung der letzten Tage noch auf mir ruhte. Das Frühstück verlief daher auch nur ganz strikt und ohne viele Worte. Als die Mutter uns dann zur Schule fuhr, war ich nicht mehr so müde und sehr gespannt auf den auf mich zukommenden Tag. Vor der Schule hatten sich schon alle Schüler des Austausches versammelt. Jeder erzählte über die Nacht und was er gestern noch so gemacht hatte. Langsam trafen die Restlichen der Truppe ein und wir gingen ohne die französischen Schüler Richtung Stadtzentrum, da dort ein Markt war. Nachdem wir einen Treffpunkt ausgemacht hatten, durften wir uns in Gruppen (mindestens drei Personen) bewegen. Es gab viele verschiedene Stände auf dem Markt, wie zum Beispiel Obst- und Gemüsestände, Schmuck-, Klamotten- und etliche Essensstände. Viele kauften sich Erdbeeren oder Melonen zum Essen. Es gab aber auch welche, die sich ein Hähnchen oder Teigtaschen teilten. Da wir sehr viel Zeit bekommen haben, saßen viele noch bei der Wasserfontäne rum, redeten, aßen und/oder schrieben Karten an ihre Familien. Es war total warm und die Sonne brannte auf unsere Köpfe und ein paar hatten sogar schon einen Sonnenbrand. Um ca. 11.00 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Schule, um dort in der Kantine zu essen. Heute gab
Lotte und Merle

 

Mittwoch 17.5.
Heute Morgen bin ich mit Yanis zur Schule gelaufen. Wie bei uns in Deutschland beginnt die Schule auch dort um 8 Uhr. Wir besuchen heute den Unterricht um zu sehen wie in Frankreich unterrichtet wird.
Ich war mit ein paar anderen Schülern zuerst bei Spanisch. Dort war es aber nicht sehr interessant, da ich die Sprache nicht spreche und die Schüler nur einen Test schrieben. Besser gewesen wäre Mathe oder Geschichte. Nachher hatten wir Deutsch. Dort haben wir deutsche Sprichwörter mit französischen verglichen und sie zugeordnet. Das war sehr interessant. Yanis hatte danach schon Schulschluss und wir sind erstmal nach Hause gegangen.
Es war sehr warm, wie die letzten Tage schon. Wir sind nachmittags noch mit einigen Franzosen und Deutschen Basketball spielen gegangen. Jedoch haben nur die wenigsten mitgespielt. Die meisten saßen im Schatten oder jagten sich mit Wasser. Am Abend hatte ich Hunger, aber zugegeben, die Mutter war nicht die beste Köchin und ich bekam keine traditionellen Gerichte oder Käse aufgetischt. Abends konnte ich mir wieder den Laptop von der Gastfamilie nehmen und den Rest des Abends damit verbringen.
Manuel


Donnerstag, 18.5.
Wir haben uns wie jeden Tag um 8.00h an der Schule getroffen, um von dort aus nach Nyons zu fahren. Als alle Franzosen mit ihren Austauschpartnern da waren, sind wir in den Bus gestiegen und losgefahren. Auf der Fahrt haben wir Musik über die Bluetooth Box gehört und laut mitgesungen. In Nyons angekommen, haben uns die Lehrer den weiteren Ablauf mitgeteilt und dann hatten wir bis 13.00h Zeit, auf dem Markt rumzulaufen. Wir sind also rumgeschlendert und haben uns die einzelnen Stände angesehen. An einem Stand haben wir Armbänder gesehen und uns jeder eins gekauft, da wir das schon seit einiger Zeit geplant hatten. Am Ende des Marktes haben wir diskutiert, was wir jetzt machen wollen und uns dazu entschieden, an den Fluss zu gehen. Das Wasser war wirklich sehr schön und da unten war es auch nicht ganz so warm, doch wir sind nach kurzem wieder gegangen, weil ein paar Leute zum Supermarkt mussten. Um 11.00h sind ein paar Leute gegangen, um eine Fabrik zu besichtigen, doch die meisten sind geblieben. Wir haben uns dann in einen Park gesetzt, in dem Petanques gespielt wurde, und uns unterhalten. Außerdem haben wir einen Limbo-Wettbewerb und einen Sportwettbewerb gemacht. Die Zeit ging sehr schnell rum und schon war es 13.00h und wir sind zurückgegangen. Zusammen mit den Lehrern sind wir zur Lavendeldistillerie gegangen, wo sie uns dann in Gruppen die Fragen für die Rallye gegeben haben. Als jeder eine Gruppe hatte, durften wir losgehen. Die Rallye hat viel Spaß gemacht und ab und zu hat man die anderen Gruppen getroffen und ist ein Stück zusammen gegangen. Nach ca. einer Stunde waren alle fertig, aber da wir noch Zeit hatten, sind wir wieder an den Fluss gegangen, jedoch an einer anderen Stelle. Da es viel zu heiß war, haben wir uns die Schuhe ausgezogen und sind ins Wasser gegangen. Zum Glück ist keiner reingefallen oder von der Strömung umgeworfen worden. Wir haben Steine geditscht, Fotos gemacht und rumgesessen, bis wir dann zurück zum Bus mussten.
Medea und Mignon

 

Freitag, 19.5.17
Wir haben uns wie jeden Tag um 8 Uhr in der Schule getroffen. Heute sind wir mit dem Bus die Nougaterie von Soubeyran gefahren. Im Bus haben wir jeweils zu zweit ein Blatt mit der Rallye für die Nougaterie bekommen. Als wir angekommen sind, durften wir als erstes Nougat probieren und haben uns danach einen Film über die Herstellung des Nougats angeschaut. Danach durften wir uns frei bewegen und sollten die Fragen beantworten. Dies war ein wenig schwierig, da die Fragen auf Französisch waren. Durch Schaufenster konnten wir uns live die Herstellung von Nougat anschauen und wie er am Ende verpackt wird. Am Ende durften wir uns im Shop noch etwas kaufen, bevor wir mit dem Bus nach Montélimar gefahren sind.
Um 10.30 Uhr kamen wir an in der Innenstadt Montélimars an. Wir sind durch einen Park gelaufen, der vielen schon bekannt war, da manche mit ihren Gastfamilien bereits am Wochenende in Montélimar gewesen waren. Teilweise um Lasergame zu spielen, teilweise aber auch für Shopping und andere Aktivitäten. Wir vereinbarten einen Treffpunkt (das Miniaturmuseum) und bekamen drei Stunden Freizeit, um uns die Stadt anzugucken, was zu essen oder zu shoppen. Drei Stunden waren zu viel Freizeit in so einer kleinen Stadt. Um 13.30 konnten wir dann das Miniaturmuseum besuchen und das entsprach komplett dem Gegenteil unserer Erwartungen. Bei einem Miniaturmuseum denkt man an Miniaturlandschaften. Doch in den zwei Stockwerken waren nur komische Puppen, seltsame Holzfiguren und Teleskope mit denen man sich kleine Gegenstände oder Tiere angucken konnte. Alles in allem war es sehr langweilig und eigentlich keinen Besuch wert. Um 14.50 ging es dann wieder zurück zur Schule. Am Abend gab es dann eine Feier bei Niels, zu der viele kamen. Der Abend war ganz nett, aber bis auf wenige Ausnahmen relativ langweilig.
Freia und Jos

 

Montag, 22.05.17
Heute sind wir, wie eigentlich jeden Tag, morgens um 7:45 mit unseren Austauschschülern in die Schule gegangen und haben uns da mit den Lehrern getroffen. Dann sind wir mit dem Bus nach Poët Laval gefahren um von da aus 6 Kilometer nach Dieulefit zu wandern. Am Anfang unserer Wanderung gab es schon das erste Problem: Margareta hatte ihr Handy verloren. Wir waren schon fast auf einem Berg angekommen, als wir dann noch mal den ganzen Weg zurück laufen mussten, um es zu suchen. Am Ende war es dann im Bus, das ist uns aber erst bei der Rückfahrt aufgefallen. Bevor wir weiterwanderten, erzählten die Lehrer uns, dass die Hugenotten ursprünglich aus der Gegend kamen und sich von dort auf den Weg nach Nordhessen machten. Auf der Wanderung haben wir vieles entdeckt, unter anderem auch Raupen, die von den Bäumen hingen und sich durch deren Blätter fraßen. Das fanden wir alle eklig und haben versucht, möglichst nicht mit ihnen in Kontakt zu geraten. Wir haben auch wilde Orchideen gesehen und Frau Janssen sagte uns, dass diese in Europa unter Naturschutz stehen. Als wir dann erschöpft in Dieulefit ankamen, haben wir erstmal gepicknickt. Wir haben uns eine katholische Kirche angeschaut und mit den Lehrern die Unterschiede zu einer evangelischen Kirche zusammengefasst. Frau Janssen erzählte uns, dass Dieulefit zur Zeit der Jugendverfolgung eine der "gerechten" Städte war, was bedeutet, dass kein einziger Einwohner einen Juden an die Nazis verriet, das heißt, die Stadt hielt zusammen. In Dieulefit hatten wir dann noch ein wenig Zeit, uns die Stadt anzusehen, aber alle Läden waren geschlossen. Danach sind wir mit dem Bus zurück nach Saint Paul. Am Nachmittag bzw. Abend haben sich die meisten noch mit den Austauschschülern im Park getroffen um sich zu verabschieden und rumzuhängen, manche waren den Abend aber auch in den Familien.
Helin und Johanna

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Ansprechpartnerin: Kathraina Janssen (10a)