Projekttreffen in Izmir, Türkei

00 thumb erasmus izmir 5.2017.Unser letztes Treffen führte uns nach Torbali bei Izmir, Türkei. Die Schüler und Lehrer der Pamukyazı Tamsa Seramik Ortaokulu empfingen uns mit großer Herzlichkeit gleich auf dem Schulhof. In farbenprächtigen Kostümen wurde für uns Gäste gesungen und getanzt. Viele Schüler wollten mit uns sprechen und ihre Englischkenntnisse ausprobieren. In internationalen Workshops konnten die Gäste und ihre Gastgeber ihre Kreativität einsetzen. Bei Ebru Kunst – die Herstellung marmorierten Papiers – beim Bau einer Wanduhr, bei Gipsabdrücken von in Freundschaft gehaltenen Händen und beim Skulpturenbau entstanden viele wunderschöne Kunstwerke, die in unserer türkischen Partnerschule zu einer ganzen Ausstellung zusammengefügt wurden. Alle Beteiligten waren sehr stolz auf ihre Ergebnisse. Auf einem Ausflug nach Nazarköy konnten wir die Herstellung der „evil eye“ Talismänner beobachten, die – bekommt man sie geschenkt – Böses von einem abwenden. Bei strahlendem Sonnenschein erklommen wir den Berg der untergangenen Stadt Metropolis und erkundeten Ephesos, im Altertum eine der bedeutendsten Städte Kleinasiens, die mit dem Tempel der Artemis eines der Sieben Weltwunder beherbergte.

Natürlich durfte auch ein Besuch des Konak Platzes in Izmir mit seinem berühmten Uhrturm und ein Rundgang durch den traditionellen Kemeralti Markt nicht fehlen. Auf Führungen durch die Buca Işılay Saygın Fine Arts High School und die Narlıdere Fine Arts Faculty at Dokuz Eylül University bekamen wir einen Einblick in die Ausbildung von Künstlern in der Türkei. Vor unserer Fahrt nach Izmir haben alle Repräsentanten unserer Partnerschulen lange überlegt, ob wir bei der politischen Lage die Reise wagen sollten. Doch Gäste wir Gastgeber haben alle eine so schöne Zeit miteinander verbracht und ganz außerordentlich von der gemeinsamen Arbeit an der Partnerschule und den Unternehmungen in die wunderschöne Umgebung profitiert. Bei der Abschiedsparty gab es viele Tränen, weil es das letzte Treffen dieses Projekts war. Doch alle sind noch in Kontakt und erfahren, wie es den anderen geht. Wir hoffen, dass wir mit allen unseren Partnern ein weiteres Erasmus Projekt initiieren können.
Ute Moch, Organisatorin

Ich bin sehr froh die Möglichkeit gehabt zu haben mit in die Türkei zu fliegen. Ich war zwar schon öfter in Izmir wusste aber trotzdem nichts über diese Stadt. Ich habe auch sehr nette, neue Freunde gefunden und viele Kontakte aufgebaut.
Isamil Subasioglu, 8c

In der Familie meines türkischen Gastgebers Gökhan geht es ganz anders zu als bei mir zuhause. Hier herrscht die klassische Rollenverteilung. Ein gemeinsames Essen mit der ganzen Familie ist undenkbar. Die Familie war jedoch immer sehr nett zu mir. Meine Gastmutter hielt es für selbstverständlich jeden Tag meine Wäsche zu waschen. In der Schule waren wir die riesige Attraktion. Die Schüler wollten alle mit uns sprechen. Da sie leider kaum Englisch können und ich kein Türkisch spreche, war das fast unmöglich.
Ole Odendahl, 8c

Am Mittwoch bekamen Gökhan und ich und alle anderen Gäste mit ihren Gastgebern in der Schule den Auftrag eine Uhr zu bauen. Wir arbeiteten mit Holzscheiben und verzierten sie. Die Gastlehrer haben sie später noch bemalt. Danach sollten wir Farbe in ein Wasserbecken tropfen und diese verteilen. Dabei entstanden schöne Muster. Darauf legten wir ein Blatt Papier, auf dem sich die Muster abzeichneten. Diese Aktion hat uns so gut gefallen, dass wir mehrere Blätter erstellten.
Ole Odendahl, 8c

Am Montagmorgen bin ich mit meinem Gastgeber Furkan zur Schule gegangen, wo mich alle neugierig angeguckt haben. Als alle Erasmus Gäste eingetroffen waren, fand zuerst eine Begrüßung statt. Danach lernten wir uns in Teamspielen besser kennen. Bei einem Fußballspiel war ich mit Mats, Ole und Ismail in einer Mannschaft. Leider verloren wir 1:3 gegen die sehr gut spielenden türkischen Schüler. Schließlich durften wir alle noch ausprobieren mit Pfeil und Bogen zu schießen. Das war nicht so einfach und nicht jeder traf die Scheibe. Am Nachmittag fuhren wir nach Metropolis, eine ausgegrabene Stadt. Es gab dort ein großes Amphitheater und die Überreste von Thermen. Wir sind auf den Aussichtsberg gestiegen und ich habe viele schöne Fotos geschossen.
Mein Gastgeber war sehr sehr nett. Er hat für mich immer etwas am Kiosk gekauft und für mich bezahlt, obwohl ich ihn einladen wollte. In der Familie gab es immer sehr viel zu essen. Wir haben gemeinsam im Restaurant von Furkans Bruder gegessen. Es war äußerst lecker. Die ganze Familie war sehr nett zu mir und ich vermisse sie sehr.
Abdallah Kehil, 8c

Am Freitagmorgen haben wir unseren Projektsong „Help me climb“ mit ganz vielen Instrumenten, wie Triangeln, Trommeln und Rasseln geübt. Am Nachmittag sind wir zum Baden und Wasserballspielen ans Meer gefahren. Abends fand unsere Abschiedsparty im Hotel mit Essen, Tanzen und Singen statt. Danach sind wir zurück in die Gastfamilie gefahren. Ich bekam zum Abschied viele nette Geschenke, unter anderem ein T-Shirt und selbstgemachte Wollsocken. Ich werde alle sehr vermissen, denn sie waren sehr gastfreundlich. Sie hatten Kühe und einen Kiosk, an dem ich alles gratis bekommen habe. Ich werde dieses Erlebnis nie vergessen, denn es war sehr schön.
Mats Malcher, 6e