Wettbewerb „Starke Schule"
Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen

Landesentscheid am 12.02.09 in Wiesbaden und Bundesentscheid in Berlin vom 04.05. bis 06.05.09

Das Kurhaus in Wiesbaden beeindruckte uns alle sehr. Alles war perfekt organisiert. Die Präsentation unseres Konzeptes auf Schildern mit Bildern im Hintergrund durch unsere Schüler (Lotta, Bennet, Jessica und Elmahdi) hob sich „lebendig" von allen weiteren Präsentationen ab.
Unsere Schulband glänzte im kulturellen Beitrag. Danke an alle und Noah Tauche. Wir sind am 12.02. als Hessens beste Schule, die zur Ausbildungsreife führt mit dem 1. Platz prämiert worden. Für diesen Preis erhielten wir 5.000 €. Mit diesem Landessieg wurde die Teilnahme am Bundesentscheid in Berlin eröffnet.
Als erster Landessieger des Bundeslandes Hessen reisten wir (Frau Buchfeld, Armend Berbatovici, Leslie Till und ich) zur Preisverleihung im Bundesentscheid der „besten deutschen Schulen, die zur Ausbildungsreife führen", am 04.05.09 nach Berlin.
Die Landesverleihung im Kurhaus in Wiesbaden war schon ein Highlight und sehr gut organisiert, aber Berlin „toppte" alles. Die Unterbringung in Einzelzimmern und ein gut organisiertes Programm für uns und auch für die SchülerInnen sorgten für Wohlbefinden und Kurzweiligkeit.
Am Montag standen eine Stadtbesichtigung und der Besuch des Jüdischen Museums für die SchülerInnen an. Zeitgleich erhielten wir einen Vortrag über den „Umgang mit schwierigen Schülern". Dienstag war nun der Tag X: Geschniegelt und gestriegelt hieß es für uns um 8.45 Uhr Abfahrt zum Schloss Bellevue zur Preisverleihung und zum Empfang bei Horst Köhler. Aufgeregt waren wir alle, manche etwas mehr. Es war schon aufregend ins Schloss Bellevue einzutreten und die herrlichen Räume zu sehen. Armend und Leslie waren u.a. von den sehr hohen Türen beeindruckt. Der Auftritt zur Preisverleihung klappte fast perfekt. Bundespräsident Horst Köhler und Herr Dr. Hundt (Präsident der Deutschen Arbeitgeberverbände) gratulierten uns zum 5. Platz der „Starken Schule" auf Bundesebene.
Am Dienstagnachmittag nahmen wir an einer Netzkonferenz teil, während die SchülerInnen in verschiedenen Workshops den bunten Abend vorbereiteten. Graffiti, Skateboard, Comics, Sprechperformance, Rap, Theater sind einige Angebote gewesen, in denen die SchülerInnen aktiv arbeiteten und ihre Ergebnisse am Dienstagabend präsentierten. Leslie nahm am Comic-Workshop teil und Armend war der einzige „Tänzer" unter Mädchen. Die Präsentationen am bunten Abend (Dienstagabend) waren sehr gelungen. Das Ergebnis der Graffiti-Gruppe war super und hatte einen sehr guten Platz als „Bühnenbild". Die Comics waren ausgestellt und der Beitrag der Streetdance-Gruppe war so hervorragend, dass sie eine Zugabe geben mussten. Lag es vielleicht an Armends Éinlagen (Handstand....)? Wer unterrichtet ihn in Sport? Na ja, Armend war in diesen beiden Tagen so gefordert, dass er am Mittwoch leider krank im Bett lag, so dass der Besuch bei Herrn Boddenberg (Staatsminister der Hessischen Landesvertretung in Berlin) ohne ihn stattfinden musste. Armend „befahl" uns aber diesen Termin wahrzunehmen und bat uns um ein paar Stunden Ruhe und Schlaf, um die Rückfahrt besser antreten zu können.
Mit Herrn Boddenberg speisten wir in einem stilvollen Ambiente zu Mittag, stellten unsere Schule vor und unterhielten uns sehr gut, manchmal auch „kurzweilig". Nach einer Führung durch die Landesvertretung holten wir Armend aus dem Hotel für die Rückreise ab. Es ging ihm besser und nach vier Stunden kam nun endlich auch der Bereitschaftsarzt – leider etwas spät. Aber so groß ist Berlin nun einmal, alles benötigt dort mehr Zeit.


Fazit: Nach dem unerwarteten Landessieg hatte ich mir erhofft, auf Bundesebene unter den besten zehn Plätzen zu sein. Das haben wir mit einem 5. Platz mehr als erreicht. Unser ganzheitliches Konzept zur Berufsorientierung und zur Erlangung der Ausbildungsreife ist auf Bundesebene weit vorn. Aus diesem ehemaligen „Hauptschulpreis" ergibt sich, dass auch ein weitgreifendes Konzept für SchülerInnnen zur Vorbereitung auf weiterführende Schulen bzw. Studium entwickelt werden muss, um sie darauf oder aber auch auf eine Berufsausbildung gut vorzubereiten.

Heike Wulst-Everding